Über Tattoos’
Montag, Juli 2nd, 2007Manch einer fragt sich, wie man sich allen Ernstes seinen Körper mit Tattoos “verschandeln” kann. Die Antwort ist ganz einfach: Es ist wie eine Sucht. Natürlich im positiven Sinne. Die meisten meiner tättowierten Freunde haben mit einem kleineren Motiv angefangen, mittlerweile sind es überall mindestens drei oder mehr. Ich verbinde mit fast allen meiner Tätowierungen eine Geschichte - beziehungsweise eine gewisse Bedeutung. Es darf ja nicht ausser acht gelassen werden, das einem so ein Abbild lebenslang erhalten bleibt - daher sollte man sich auch mit seinem Motiv identifizieren können. Eine Vielzahl von Menschen greift ja gern auf Tribals zurück, meines Erachtens sind diese entgegen der vorherrschenden Meinung nicht zeitlos, sondern eher nichtssagend.
Viel lieber sehe ich da Old- und Newschool Tattoos auf anderen Körpern. Besonders schön sind meiner Meinung nach auch stimmige Bodysuits oder Sleeves. Sie wirken sich, wenn sie von einem guten Künstler ausgeführt werden, ungemein positiv auf die Ausstrahlung eines Menschen aus. Man liest etwas über den Anderen auf seiner Haut. Erfährt von den Leidenschaften, Lebensauffassungen oder seinem ästhetisches Empfinden. Deswegen sehe ich Tätöwierungen auch nicht als “In” oder “Out” an, es gibt sie dafür einfach schon zu lange. Wer sich mit der Materie eingehender beschäftigt weiss das. Selbst Modeerscheinungen, wie das Arschgeweih, können diesen Eindruck nicht schmälern. Sie verschwinden mit der Zeit wieder von allein.
Ich persönlich möchte noch viele Tattoos - Sergej leistet da ja hervorragende Arbeit. Ende diesen Monats wird er erstmal meine Brust mit dem Spruchband weiter vervollständigen. Irgendwann möchte ich mir auf einer Convention oder einer Reise auch mal von anderen Künstlern Bilder in meiner Haut verewigen lassen. Ich habe ja noch viel Platz dafür…















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