home

Archive for the 'Geschichten aus dem Helpdesk' Category

Ja ne is klar!

Mittwoch, August 22nd, 2007

Heute rief ein Anwender an: Er hätte Probleme bei der PDF Ausleitung. Seine Pläne in der Grösse A2 aufwärts werden nicht in ein PDF umgewandelt. Ein kurzer Remotezugriff auf den Rechner klärte das Problem dann auch schon umgehend. 600dpi bei A2? Ja ne is klar! Leute sowas nennt man Resourcenverschwendung! Meines Wissens haben nicht mal ein Promille der Mitarbeiter eine Ahnung was sie überhaupt mit “dpi” festlegen können. Mein Vorschlag, zukünftig Pläne in 150-300dpi auf das Ghostscript zu schicken wurden dann auch sofort dankbar angenommen.

Dirndl

Freitag, Juli 20th, 2007

Heute mittag, benötigte eine unserer Userinnen unser Stand-Messaging-Tool. Sie erwischte mich am Telefon und ich richtete es Ihr Remote ein. Beim Öffnen der Remotekonsole stach mir ihr Hintergrundbild ins Auge. Hübsches Mädel im Dirndl - nicht schlecht. Ich erwähnte dies auch kurz in unserem Gespräch und ging dann wieder meiner Arbeit nach. Später schrieb sie mir noch eine Mail, zwecks einer fehlenden Berechtigung. Ich rief sie zurück und klärte auch dieses Problem. Beim Auflegen dachte ich: Sympathisch.

Ich hatte den Vorgang schon wieder vergessen, als mich eine weitere Mail erreichte. Ich wäre ihr am Telefon sympathisch gewesen und nun wüsste sie gern wie alt ich denn sei. Lange Rede kurzer Sinn: Wir schreiben uns und ich kann mir gut vorstellen, wer am Montag der erste Kontakt in ihrem Messenger ist…

Verhandlungssache

Montag, Juli 9th, 2007

Generell scheinen uns unsere User zu unterstellen, das wir viele nützliche Funktionen im System einfach ausgeschaltet hätten. Das endet dann regelmässig in Diskussionen ob wir faktisch nicht vorhandene Optionen, nicht vielleicht doch für sie freischalten können. Selbst das beharrliche Einmassieren der immer gleichen Antwort in das Userhirn ist nur selten von Erfolg gekrönt. Viele glauben doch noch an ihren Verhandlungserfolg.

Konkretes Beispiel: Eine Userin wollte gerade für Ihr Netzwerkshare eine Sondereinstellung, damit beim Löschen von Dateien noch mal eine gesonderte Auswahlmeldung kommt um etwaige Verluste zu begrenzen. Mein Verneinen führte in eine 10 Minütige Diskussion, die damit endete, dass sie mir mehr oder weniger unterstellte, dass ich nur keine Lust hätte ihr diese Funktion einzuschalten. Ganz besonders toll sind auch diejenigen, die mir berichten wie toll ihr System zu Hause läuft und was wir durch unsere inkompatible Software für Schäden verursachen. Der Satz:

Wissen Sie überhaupt was eine verlorene Arbeitsstunde von mir kostet?

lässt mir regelmässig den Kamm schwellen. Am liebsten hätte ich solchen Loosern ja mal ihren Account gelöscht oder zumindest Ihre Netz- und Homelaufwerke für ne Woche abgeklemmt. Dafür sind wir aber wie so oft, viel zu gutmütig…

Irrenhaus

Freitag, Juni 29th, 2007

Im Helpdesk herrscht heute Ausnahmezustand. Alle drehen am Rad, denn ein grosses Client-Update verursacht auf einigen Maschinen Probleme. Jeder zickt irgendwie jeden an und keiner ist gegenüber dem anderen um einen dummen Spruch verlegen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich schon auf mein Wochenende freue.

Sebs Teil

Donnerstag, Juni 28th, 2007

Nein, nicht was ihr jetzt denkt. Da mir die ganzen Bluetooth-Nervensägen gehörig gegen den Strich gehen, vor allem durch ihre unspezifischen Namen für ihr Telefon, benannte ich mein N73 von Anfang an in “Sebs Pornöses Teil” um. Heute stellte sich heraus, dass das unter Umständen problematisch sein kann ;-). Ich war kurz im Haus bei einem Kunden vor Ort und bekam als ich zurück am Platz war einen kleinen Rüffel von meinem Kollegen. Er wollte eine VPN-Verbindung über das Mobiltelefon eines Kunden herstellen und aktivierte am PC die Bluetoothsuche. Dreimal dürft ich raten, welches Telefon sich überraschend ins Blickfeld rückte…

Sciurus vulgaris “aggredi”

Mittwoch, Juni 13th, 2007

Passau - Das Eichhörnchen war durch eine offene Terrassentür in ein Wohnzimmer gesprungen und hatte dort eine Frau in die Hand gebissen, wie die Polizei meldete. Dabei schnappte das Nagetier so fest zu, dass die 70-Jährige in Panik auf die Straße rannte. Erst dort konnte sie das Tier abschütteln.

Ein 33 Jahre alter Bauarbeiter wurde das nächste Opfer des Nagers, er bekam Kratzer an Hand und Unterarm ab, konnte sich aber erfolgreich wehren. Das Eichhörnchen flüchtete dann in einen angrenzenden Garten und attackierte dort einen 72 Jahre alten Mann, der das Tier schließlich mit einer Krücke erschlug. Das Landesuntersuchungsamt in Oberschleißheim bei München überprüft nun, ob das Eichhörnchen Tollwut hatte. (dpa)

Auch wenn es sich irgendwie tragisch anhört, ich war fast unter dem Tisch gelegen, als ich das las. So ein kleines Vieh, das Aggro mehrere Menschen anfällt. Ich wär gern dabei gewesen. Wie es der Teufel will, kommt grad noch eine Mail von einem Kollegen herein mit dem gleichen Link und folgendem Kommentar:

Ich habs immer gewusst, die Viecher sind gefährlich und hundsgemein :D

Hehe, echt zum schiessen.

Update: Das Tier war übrigens nur wütend und hatte keine Tollwut!

Im Kreis

Dienstag, Juni 12th, 2007

Vorhin rief eine Userin bei meinem Kollegen an und bat um Installation eines neuen LAN-Anschlusses. Er wollte aus diesem Grund wissen in welchem VLAN sich das Büro befindet um unseren LAN-Spezialisten die Ausführung zu ermöglichen. Sie konnte dies leider nicht nennen und er verwies sie darauf hin zu ihrem PC-Betreuer, da er das entsprechende Band kennt. Darauf sie: “Aber der bin ja ich in der Abteilung.” Kurze Stille von beiden Seiten. Dann die rettende Idee von ihr: “Ich ruf einfach mal beim Helpdesk an, die können mir das sicher mitteilen…”. Mein Kollege musste ihr die Illusion dann nehmen. ;-)

Mitarbeiter

Donnerstag, Mai 31st, 2007

Heute morgen bekam ich einen Link von einem Kollegen. Er verwies auf einen Eintrag ins Mitarbeiterverzeichnis. “Donald Duck” ist bei uns beschäftigt. Mehr als das er in München arbeitet, verrät uns der Eintrag allerdings nicht. Manchmal haben die ITler bei uns einfach zu viel Zeit.

Indische Hartnäckigkeit

Dienstag, Mai 22nd, 2007

Früher, als ich in Niedersachsen am Helpdesk beschäftigt war, sassen viele Inder und Chinesen am Standort, deren Englisch teilweise extrem schwer zu verstehen war. Prinzipiell wurde dort mit Windows 2000 Maschinen gearbeitet, nur eben diese Entwickler hatten häufig noch NT4-Clients. So begab es sich häufig, dass ein gewisser Inder namens Anourak A. bei mir oder meinen Kollegen anrief. Seine Störungsmeldung war dabei immer gleich und in einem Mix aus Englisch, Hindi und Panjabi gehalten: “Hello, this is Anourak A. My NT-Maschine isn’t booting. It shows up a blue screen. Please help me immediately.” Für jeden Kollegen der den Auftrag annahm bedeutete dies Nachfragen im Halbstundentakt, denn Inder sind durchaus hartnäckig was Ihre Tickets angeht. Man muss dazu wissen, das die ansässige Supportgruppe 48h Stunden Zeit hatte um Aufträge anzunehmen. Solange sich noch niemand dieses Calls genommen hatte und darum riss sich niemand, wurde munter weiter der Helpdesk gequält. Warum ich das erzähle? Heute morgen rief ich einen Kollegen in Berlin an, der damals mit mir zusammenarbeitete. Ich meldete mich wie oben beschrieben, danach war erst mal fünf Sekunden Stille. Es funktioniert immer noch…

kostenloser Counter
Blogscout.de