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Archive for the 'Gedanken' Category

1984

Montag, Juli 16th, 2007

Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.

- Benjamin Franklin

Sei der Schmerz

Mittwoch, Juli 11th, 2007

Gestern fuhr ich wieder eine Runde mit meinem Fahrrad. Eine gute Dreiviertelstunde habe ich durchgehalten - danach war ich ziemlich im Sack, aber egal. Es tut gut und ich fühl mich echt besser. Ich brauche das zur Zeit jeden Abend. Da ich das Rauchen fast komplett aufgegeben habe, ist auch kein Problem mit der Atmung festzustellen. Am nächsten Tag merke ich zwar meine Muskulator noch ein wenig, ein Muskelkater ist aber nicht festzustellen. Nebenher versuche ich mich zusätzlich auch noch besser zu ernähren.

Früher konnte ich mich nur wiederwillig zum Fahren aufraffen, geschweige denn das ich es mit einer gewissen Regelmässigkeit betrieb. Die letzten Tage waren zwar alle schmerzhaft, ab einem gewissen Punkt siegt aber die Lust zu radeln. Meine Intention: In erster Linie möchte ich natürlich meine Kondition aufbauen und auch Abnehmen. Letzte Woche hat meine Waage 102,5kg angezeigt und das war das Signal, dass es so nicht weitergehen kann. Da ich in meinem neuen Job viel sitze, benötigte ich auch einen solchen Ausgleich, da es dank der fehlenden Bewegung nicht besser wird.

Mein langfristiges Ziel sieht wieder vor die 80kg zu knacken und dabei an Muskelmasse aufzubauen - wenn das geschafft ist, sehen wir weiter. Dieser Eintrag soll mich auf jeden Fall motivieren weiterzumachen und nicht wieder das Handtuch zu werfen.

Mal ‘ne Frau

Mittwoch, Juli 4th, 2007

So langsam wäre es wieder mal an der Zeit. Ein wenig Verliebtsein täte mir nicht schlecht. Nicht gleich die volle Dröhnung! Nein das muss gar nicht sein, aber so ein kleiner Schuss von der besten Droge der Welt würde mir mal wieder ganz gut tun. So ein bisschen Schmetterlinge im Bauch braucht doch jeder. Frühlingsgefühle fielen ja aus, wegen gibts nicht. Der Sommer hat anscheinend auch die Schnauze voll und straft uns dafür mit Dauerregen. Gut dann habe ich wenigstens Zeit für meine Wunschliste: Intelligent sollte sie sein und humorvoll. Ein wenig hübsch natürlich auch, wobei das immer im Auge des Betrachters liegt. Sie sollte meinen Zynismus ertragen und mich auf liebevolle Art zu ein wenig mehr Ordnung erziehen. Ich bin nämlich ein waschechter Chaot der Dinge gern auf die lange Bank schiebt und den bequemen Weg geht. Es sei denn etwas weckt meinen Idealismus, dann kann ich auch ganz anders.

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Viele weibliche Wesen versäumen es allerdings sich auf Dauer interessant zu machen und ein wenig Esprit in die Beziehung zu bringen, verkörpern stattdessen lieber ein Klischee, was dazu verdammt ist schnell langweilig für mich zu werden. Wie gesagt, ein Tritt in den Allerwertesten könnte mir manchmal nicht schaden, aber ich komme vom Thema ab. Aktuell heutiges Beispiel: Wenn sich Singles schon zum gemeinsamen Kochen treffen um nicht immer nur den Fernseher als Gesprächspartner gegenüber zu sitzen, sollte mir das schon zu denken geben. Unabhängig davon muss ich feststellen, das Bine eine ganz hervorragende Köchin ist. War wirklich ein leckeres Abendessen. Der ironische Satz beim Servieren: “Lass es Dir schmecken Schatz!” spricht ja wirklich Bände. Der Mensch ist wohl doch dazu verdammt sich einen Partner zu suchen und ansonsten alles abzuhaken was die Evolution so für einen vorgesehen hat.

Frau, Kinder, Haus, Baum - manchmal auch in anderer Reihenfolge. Lange Zeit habe ich versucht mich diesem Lebensentwurf zu entziehen. Ergriffen ihn doch meiner Meinung nach nur gescheiterte Existenzen die nichts mit sich allein anzufangen wissen. Nur dämmert mir langsam etwas anderes - wenn selbst die Wiederspenstigsten gezähmt werden und die grössten Radaubrüder lieber ihre Zeit zu zweit mit ihrer Liebsten vor dem Fernseher verbringen, lässt das nur einen Schluss zu: Den letzten beissen die Hunde. Vielleicht sollte ich doch wieder mal öfter die Augen offen halten, nach jemanden der meine Macken und Ticks länger als ein paar Wochen erträgt… ;)

Die Blogosphäre

Donnerstag, Juni 28th, 2007

Angestachelt durch einen Beitrag von Markus im argwohnheim.de, fühle ich mich genötigt auch einen Beitrag zu gewissen Teilen der Blogosphäre loszuwerden. Ich spreche hier ganz allgemein und möchte auch niemand meiner verlinkten Blogs damit zu nahe treten. Prinzipiell muss ich vorne an stellen, dass ich die grossen Bewegungen dieser Spähre nicht verfolge. Weder bin ich was die aktuellen Web 2.0 Skandale betrifft auf dem Laufenden, noch kann ich jemand Aussenstehenden verraten was die grossen Blogs momentan beschäftigt.

Ich weiss nur eines, dass ich hier in meiner direkten Nachbarschaft einige Weblogs verfolge. Nachbarschaft bezieht sich hierbei überhaupt nicht auf Orte oder Bereiche. Nein es sind einfach Menschen, die mir im Laufe der Zeit im Netz ans Herz gewachsen sind. Ihre Geschichten und ihre Art zu schreiben begeistern mich so sehr, dass ich jeden Morgen die Angeln meines Feedreaders einhole um über ihr Leben auf dem laufenden zu bleiben. Ich finde das wesentlich interessanter, als mich an irgendwelchen virtuellen Grabenkämpfen zu beteiligen, die in letzter Zeit soviele zu beschäftigen scheinen.

Ich lese lieber davon, wie PJ zynische Monologe auf die Ärzteschaft herniederregnen lässt, Markus Plädoyers für mehr Substanz und Herz in Einträgen hält, oder dass das Mannheimer Mädchen mit Themes und meinen Kommentaren kämpft. Was ich damit sagen möchte: Seid durch euere Art, Ideen, Geschichten und Persönlichkeit interessant. Man will Menschen lesen und keine Schablonen!

Stolz der Arbeit

Dienstag, Juni 26th, 2007

Gestern wurde mir mal wieder bewusst wie sehr sich manche Menschen über ihre Arbeit definieren. Ich sprach abends mit einem Bekannten und er fragte mich nach meinem neuen Job. Ich entgegnete ihm, dass es im Gegensatz zu früher relativ stressfrei zu bewältigen sei und ich das sehr erfreulich fände. Ebenso ging ich auf die Arbeitszeiten ein, die nun geregelt und mit festen Pausen ablaufen. Er erzählte mir dann von einem Bekannten der im Konzern wohl zwei Drittel seines Tages verbringt. Ein gewisser Stolz schwang da mit, den ich früher sicher geteilt hätte.

Mittlerweile haben sich die Prioritäten verschoben und ich erachte die Arbeit als Mittel zum Zweck und nicht mehr als Lebensinhalt. Das bedeutet natürlich nicht das ich ihr halbherzig begegne, sondern das es einfach viele Dinge gibt die wichtiger sind und auch mehr Aufmerksamkeit verdienen. Familie und Freunde zum Beispiel. Leider ist es in unserer Gesellschaft so, dass wir konsequent in die andere Richtung erzogen werden. Die Arbeit hat an erster Stelle zu stehen, alles andere kommt erst danach. Wenn ich mir dann Bekannte und Freunde ansehe, die mit knapp 40 ausgeblutet vor einer gescheiterten Ehe stehen - dazu vielleicht noch gesundheitlich angeschlagen - frage ich ernsthaft ob dieses Leitbild das Richtige ist.

Ich denke die Erkenntnis, das dieser Weg nicht unbedingt der Beste ist, schlummert in vielen. Nur diese auch umzusetzen und der vorherschenden Meinung entgegenzutreten, ist aus Angst den Arbeitsplatz zu verlieren, zu gross. Kurt Tucholsky hat dazu einen schönen Satz geprägt, den ich mir immer wieder versuche zu verinnerlichen:

„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Zitat

Montag, Juni 18th, 2007

Intelligent sein und dennoch seine Arbeit verrichten ist das unglückliche Bewußtsein des Erfolgreichen,der erkannt hat,daß alles sinnlos ist.

- Peter Sloterdijk

Ich, Mitglied der 20 - 35jährigen

Montag, Juni 11th, 2007

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Da ich mich mit beängstigendem Tempo dem Zentrum meiner statistischen Bevölkerungsgruppe nähere, sollte ich vielleicht doch einmal ein paar klärende Worte an mich und euch richten. Ich war gegen den Irakkrieg, ebenso wie gegen “George W.” und überhaupt sind mir die Amerikaner in den letzten Jahren doch ein wenig unsympathisch geworden. Zumindest was ihre Auslandspolitik, den Umweltschutz und ihr Verhalten gegenüber dem Rest der Welt angeht. Aber schön, dafür sind ihre TV-Serien unvermindert gut. Ich weis nicht, ob ich ohne House, Grey’s & Scrubs nicht schon längst als Selbstmordattentäter geendet hätte. Insofern hat doch alles sein Gutes.

Aber weiter im Takt: Das ich schon längst ausziehen hätte sollen um mir Frau und Kind zu suchen, wie es sich für ein gutes Mitglied unserer Gesellschaft gehört, hätte wahrscheinlich verhindert, dass ich mich am Samstag betrunken und mich dann gegenüber einer Reihe von Menschen wie ein Arsch verhielt. Zumindest wollte man mir das Glauben machen und wäre damit wahrscheinlich sogar durchgekommen. Gäbe es da nicht ein Problem: Der Bund der Ehe ist mir momentan so fern, wie das nächste Sonnensystem, von irgendwelchen Kindern ganz zu schweigen. Demzufolge darf ich doch genauso wie 95% der dort Anwesenden ein narzistischer Egomane sein.

Ich wünschte es wäre anders, aber leider gibt das Leben momentan nicht mehr her. Dabei hatte ich mir mal ausgemalt, irgendwas mit Frau und Kind aufzuziehen. Draussen auf dem Land in unserer Mühle. Sicherlich eine romantisch verklärte Sicht der Dinge, aber es sind Träume wie diese, die uns am Leben erhalten und uns jeden Tag weiter ein Spiel spielen lassen, das schon seit langer Zeit nicht mehr das unserige ist.

Unendlich schade

Samstag, März 10th, 2007

nenne ich es, wenn eine ehemals sehr gute Freundschaft nur noch von Oberflächlichkeiten geprägt ist. Wir waren wie Brüder. Mittlerweile halten wir undefinierten Smalltalk und vermeiden echtes Interesse an unserem Gegenüber. Heute wollte ich ihm etwas aus meinem Leben erzählen - sein Blick wanderte währenddessen nur zum Fernseher. Ich stockte, wartete auf eine Reaktion - doch da war nichts. Gut zu wissen wo man steht.

Alte Geschichten

Samstag, März 10th, 2007

Gestern begegnete ich einer Freundin von früher wieder. Vor sechs oder sieben Jahren war ich in sie verliebt und hätte geschworen das sie die Frau meines Lebens wird. Aus ihrer Sicht gab es allerdings nur ein freundschaftliches Interesse an mir. Dies im Zusammenhang mit meiner damaligen Eifersucht führte mittelfristig dazu das wir uns irgendwann aus dem Weg gingen. Seit dem grüssen wir uns nur noch wenn wir uns sehen und haben ansonsten keinen Kontakt. Ich sah sie das letzte Mal vor über einem Jahr und nun begegneten wir uns gestern wieder. Es ist witzig wie wenig sich manche Menschen im Lauf der Zeit verändern. Wir versprachen einander uns demnächst einen Besuch abzustatten und ein wenig über alte Zeiten zu philosophieren. Ich bin gespannt, ob sich mein erster Eindruck bestätigt…

Hoffnung

Montag, Februar 12th, 2007

Manchmal hoffen wir und geben nicht auf denn das Morgen erscheint uns freundlicher. Wie ein Lächeln an einem bitteren Abend. An anderen Tagen betäuben wir uns, flüchten für einige Momente in eine andere bessere Welt die uns nicht so vor den Kopf stösst wie die Realität. Doch letztendlich sind wir alle unseres Glückes eigener Schmied. Ab dem Moment, an dem wir uns dies verinnerlichen, sind wir bereit diese unsere Welt in vollem Umfang wahrzunehmen. Ob wir dies nun positiv oder negativ für uns selbst begreifen, hängt von der eigenen Gesinnung ab…

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